Im wirtschaftlichen Alltag ist die Nutzung der Personallogistik zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Personallogistik ist beinahe schon eine Grundvoraussetzung um sich im Wettbewerb zu behaupten. Die Personaleinsatzplanung ist in vielen wirtschaftlichen Bereichen ein heikler Prozess. Falls Personal falsch eingeplant wurde, kann dies starke Umsatzeinbußen hervorrufen, die Produktivität und Rentabilität eines Unternehmens sinkt.
Die Personallogistik entschärft sämtliche Planungsprobleme durch eine Planoptimierung, die Aufgaben werden lang-, mittel- und kurzfristig verteilt. Es findet also eine strategische, operative und taktische Planung statt. Selbst extrem flexibel arbeitende Unternehmen wie beispielsweise Call Center können durch die Personallogistik eine langfristige Dienstplanung erstellen. Hierbei handelt es sich nicht um eine 100% Planung, sondern um eine realistische Abschätzung der benötigten Mitarbeiter. Wer 50 Prozent des Arbeitsvolumens voraussagen kann, muss nur 50 Prozent Flexibilität vorweisen – ein klarer Gewinn!
Zur Personallogistik gehört auch die Analyse und Darlegung der tatsächlich benötigten Zeit. So können Prognosen im Laufe der Zeit immer zuverlässiger ausfallen, die Personaleinsatzplanung führt zu immer besseren Ergebnissen. Eine weitere Herausforderung liegt darin, dass ein gewisses Bauchgefühl vorhanden sein muss. Die derzeitige Auftragslage, die Branche und noch nicht erteilte Aufträge müssen realistisch eingeschätzt werden. Daher wird die Personallogistik nicht selten mit dem Bild einer „Glaskugel“ verglichen. Wer die Personallogistik beherrscht, kann das wirtschaftliche Potential eines Unternehmens enorm steigern und diesem zu einem Aufschwung verhelfen.
Weil das tatsächlich benötigte Arbeitsvolumen nicht immer vorhersehbar ist und oftmals Produktionsspitzen auftreten, können viele Aufträge nicht mit dem Stammpersonal bearbeitet werden. Oftmals müssen externe Mitarbeiter in den Prozess mit einbezogen werden. Hier ist die Zeitarbeit ein wichtiges Instrument zur Bewältigung der vielen Arbeitsaufgaben. Durch Zeitarbeit können Produktionsspitzen bearbeitet und das eigene Personal entlastet werden. Die Zeitmitarbeiter müssen nicht eingestellt werden, sondern sind nur von einem externen Unternehmen geliehen. Der wesentliche Vorteil eines Zeitmitarbeiters besteht darin, dass dieser im Regelfall ausgeprägte soziale Kompetenzen und branchenübergreifende Fähigkeiten besitzt. Durch den ständigen Wechsel zwischen unterschiedlichen Unternehmen werden neue Fachgebiete vermittelt und Tätigkeitsfelder kennengelernt. Daher können sich Zeitmitarbeiter recht schnell in einem neuen Unternehmen zu Recht finden und dessen Produktivität um ein Vielfaches steigern.
Die Personallogistik in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Mittlerweile müssen Unternehmen darauf zurückgreifen um sich gegen ihre Wettbewerber behaupten zu können. Ein Teil der Personallogistik besteht darin, neue Mitarbeiter in Zeiten einer hohen Auftragslage zu beschaffen. Da die Suche nach neuem Personal nicht selten mit immensen Kosten und einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, greifen viele Unternehmen auf Zeitarbeiter zurück. Das Bild des Langzeitarbeitslosen ist im Zeitarbeitsunternehmen längst nicht mehr aktuell. Mittlerweile werden auch Arbeitskräfte mit einem hohen Bildungsabschluss vermittelt, darunter befinden sich Meister, Akademiker und Manager. Selbstverständlich können auf einfache Produktionshelfer vermittelt werden.