Branchennews
26.03.2008 - WiWo: Wie SPD und Gewerkschaften den Jobmotor Zeitarbeit ausbremsen
Die Zeitarbeit ist der zentrale Wachstumsmotor auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Diese Branche hat auch Chancenlosen wieder Jobs verschafft. Doch mit Mindestlöhnen und gesetzlichen Hürden wollen SPD und Gewerkschaften den Aufschwung bremsen. Das Magazin "Wirtschaftswoche" veröffentlicht ein umfassendes Branchenporträt.
(Quelle: Wirtschaftswoche)
19.03.2008 - Zeitarbeitsfirmen schaffen die meisten Jobs - stabiler Trend
Unter jenen 10 Unternehmen in Deutschland, die im Vorjahr die meisten neuen Mitarbeiter einstellten, waren 4 Zeitarbeitsfirmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Magazins „Wirtschaftswoche“ unter 3300 Unternehmen. Die meisten Arbeitsplätze in Deutschland (10.171 neue Jobs) entstanden bei der Zeitarbeitsfirma Randstad. Beim Konkurrenten Manpower fanden 6070 Menschen eine neue Arbeitsstelle, bei Adecco waren es 5000. Erst auf Rang vier folgt mit dem Pharmaunternehmen Fresenius eine traditionelle Firma: Dort entstanden 3834 neue Arbeitsplätze gefolgt von der Zeitarbeitsfirma Persona Service mit 3430 Stellen. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland konnten die Zeitarbeitsfirmen ihre Führungsposition als Jobmaschinen weiter ausbauen: Während früher die Zahl der Leiharbeiter während eines Aufschwungs abnahm, weil die Firmen zunehmend selbst Leute einstellten, wachse die Branche weiter, sagte Randstad-Chef Eckhard Gatzke dem Magazin.
(Quelle: Die Presse)
12.03.2008 - Zeitarbeit: Jobchance für Arbeitslose
Vor allem Erwerbslose profitieren von der hohen Nachfrage nach Zeitarbeitskräften. Mehr als die Hälfte der Leiharbeitnehmer war vor der Anstellung arbeitslos. 61% der neu eingestellten Zeitarbeiter waren zuvor arbeitslos. Das berichtete die „Bild“-Zeitung vom Mittwoch unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren 46% der neu eingestellten Zeitarbeitnehmer vorher bis zu zwölf Monate arbeitslos. Bei 15% habe die Erwerbslosenzeit zuvor sogar mehr als ein Jahr betragen. Dagegen seien nur 22% der Leiharbeiter vorher in einer anderen Firma beschäftigt gewesen. 8% der Beschäftigten hätten zuvor noch nie eine Stelle gehabt. Derzeit arbeiten in Deutschland rund 800 000 Zeitarbeiter.
Quelle: Focus
10.03.2008 - Mindestlohn von CDU entgültig abgelehnt
Unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich der Parteivorstand am Montag gegen eine Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Entsendegesetz ausgesprochen, so der Michael Fuchs, Vorsitzender des Parlamentskreises der Unionsfraktion. Merkel begründete die Entscheidund damit, dass es in der Branche bereits eine Tarifbindung von 95 Prozent gäbe. Einer Ausweitung des Entsendegesetzes auf diesen Wirtschaftsbereich könne man unter diesen Umständen micht zustimmen.
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz hatte zwei der drei großen Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit eine Aufnahme in das Entsendegesetz bis zum Sommer in Aussicht gestellt, nachdem diese eine branchenweite Festschreibung ihres Atriflohns als Mindestlohn beantragt hatten.
(Quelle: Reuters) Zum Artikel
26.02.2008 - Zeitarbeit - Auf dem Weg zum festen Job
Der Zeitarbeit ergeht es nicht besser als dem Rest des Arbeitsmarktes: Auch ihr gehen die Fachleute aus. Zwar stehen Helferarbeiten besonders in der Industrie noch immer für den weitaus größten Teil zumindest der großen Personaldienstleister. Für diese Tätigkeiten werden vor allem Arbeitslose rekrutiert. Zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer waren zuvor ohne Beschäftigung gewesen. Viele Unternehmen setzen Zeitarbeit gezielt als Instrument ein, um Mitarbeiter anzuheuern. Sie verlagern so einen Teil der Suchkosten nach draußen und machen dem Zeitarbeiter nach kurzer Zeit ein Angebot, wenn die Einarbeitung erfolgreich ist. Laut einer Umfrage geben bereits die Hälfte aler befragten Zeitarbeitsunternehmen an, einen Bewerbermangel für Facharbeiter und Techniker zu spüren.
(Quelle: Frankfurter Allgemeine) Zum Artikel
19.02.2008 – iGZ: Absage an Mindestlohn käme „Wortbruch“ gleich
Für den Zeitarbeitsverband iGZ kommt eine Ablehnung eines gesetzlichen Mindestlohnes für die Personaldienstleistungsbranche durch Teile der Union einem „Wortbruch“ gleich. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sei die Verpflichtung festgehalten, in Europa für einen fairen Wettbewerb zu sorgen und soziale Verwerfungen zu verhindern, teilte Werner Stolz, Bundesgeschäftsführer der iGZ der Deutschen Presseagentur mit. Sollte der Arbeitsmarkt im Jahre 2009 für weitere Mitbewerber aus Osteuropa geöffnet werden, so bekomme Deutschland zunehmend Billigarbeitnehmer, die voraussichtlich unter dem angestrebten Mindestlohnniveau agieren werden. Es sei somit dringend nötig, eine Lohnuntergrenze für nicht tarifgebundene Firmen zu schaffen.
(Quelle: iGZ) Zum Artikel
15.02.2008 - Ältere Arbeitnehmer eher misstrauisch gegenüber Zeitarbeit
Das Modell der Zeitarbeit stößt laut einer Umfrage auf expertia.de bei älteren Arbeitnehmern meist auf Misstrauen. Laut Umfrage beurteilen mehr als 70 Prozent der Befragten das Modell der Zeitarbeit eher als kritisch. Es gaben jedoch mehr als 75 Prozent der Befragten an, selbst noch über keine Erfahrungen in der Zeitarbeitsbranche zu verfügen.
(Quelle: presseanzeiger.de) Zum Artikel
15.02.2008 – Zeitarbeit: Flexible Manager immer gefragter
Der stetig wachsende Zeitarbeitsmarkt hat nun auch Manager erreicht, wie die steigende Nachfrage nach Interimsmanagern bestätigt. Die Anfragen nach Personal dieser Art wird dabei immer spezieller. So suchen Kunden etwa CRM- oder Database-Manager. Vor allem in den TIMES-Branchen (Kommunikation, IT, Medien, Entertainment, Sicherheitstechnik) werden sehr viele Projektgeschäfte durchgeführt, bei denen immer öfter flexible Spezialisten zum Einsatz kommen.
(Quelle: Computerwoche) Zum Artikel
14.02.2008 – equal-pay-Bestreben der IG Metall
In Norddeutschland will die IG Metall Küste eine gleiche Bezahlung von Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaften durchsetzen. In verschiedenen Betrieben deren Schwerpunkt im Schiffsbau liegt sollen bis zum Jahresende entsprechende Regelungen getroffen werden. Die Gewerkschaft ist zudem bestrebt, dieses Thema bundesweit voranzutreiben, denn für gleiche Arbeit müsse nach Gewerkschaftssicht auch gleiches Geld gezahlt werden. Die Arbeitgeber kritisieren hingegen diese Kampagne und bezeichnen diese als unsozial.
(Quelle: Hamburger Abendblatt) Zum Artikel