Branchennews
04.02.2010 - Neue Broschüre der Bundesagentur für Arbeit zur Zeitarbeit
Eine umfassende Darstellung des Rückgangs, der Entwicklung und der Struktur der Zeitarbeit findet sich in der neuen Broschüre der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Zeitarbeit. Diese umfasst den Betrachtungszeitraum bis Mitte 2009. Zusammenfassend enthält die Broschüre die bereits bekannte Erkenntnis, dass nach mehreren Wachstumsjahren im Zuge der Krise sowohl die Zahl der Unternehmen als auch die der Leiharbeiter zurückging, nun jedoch bereits wieder steigt. Der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor steigt, in Metall- und Elektroberufen ist er rückläufig. Einen deutlichen Einbruch gab es im Bereich der Hilfsarbeiter. 62% der neu eingestellten zeitarbeiter hatten zuvor keine Arbeit, jedoch endet knapp die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeit vor dem Ablauf von 3 Monaten. Knapp 2% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren Mitte 2009 in der Zeitarbeit tätig.(Quelle: Quelle und Broschüre, Bundesagentur für Arbeit)
02.07.2009 - Gesamtmetall gegen Regulierung der Zeitarbeit
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall reagiert auf die Forderung IG Metall nach schärferen Rahmenbedingungen für die Zeitarbeit, mit Ablehnung. Die gesetzliche Regulierung der Branche träfe Menschen besonders hart, die häufig nur durch Zeitarbeit einen Einstieg in Beschäftigung erhielten. Zeitarbeit sei ein wichtiges personalpolitisches Instrument für die Metall- und Elektro-Unternehmen. Eine Regulierung ist unnötig, da die Branche fast vollständig durch Tarifverträge geregelt ist, erklärte die Gesamtmetall.(Quelle : Gesamtmetall.de )
02.07.2009 - IG Metall fordert Regulierung der Leiharbeit
"Das Beschäftigungswunder Leiharbeit hat sich als Seifenblase erwiesen", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, am Mittwoch in Frankfurt. Und kritisierte damit das Vorhaben der Verleihagenturen und ihrer Verbände, die Leiharbeit auszuweiten. Über 200.000 Leiharbeiter haben seit Beginn der Krise, allein in der Metall-, Textil- und Holzindustrie ihren Job verloren. Die Politik sei nun am Zug, die Leiharbeit auf ihren eigentlichen Zweck, Personalengpässe auszugleichen, zurückzuführen. Dazu müsse die Leiharbeit aber reguliert werden.(Quelle : IG Metall )
30.06.2009 - Mindestlohn im Wahlprogramm der SPD und CDU/ CSU
Die beiden großen Parteien haben nun ihr Wahlprogramm vorgelegt. Der Streitpunkt Mindestlohn wird von Beiden weiterhin unterschiedlich angegangen. So fordert die SPD einen flächendeckenden Mindestlohn von 7,50 Euro. Die Union wiederum lehnt einen Mindestlohn weiterhin ab, sie setzt weiter auf das Kombilohn-Modell (Aufstockung von niedrigen Gehältern durch den Staat).(Quelle:
22.01.2009 - Bundestag stimmt über neue Mindestlöhne ab - Zeitarbeit noch nicht auf der Tagesordnung
Über die von der Koalition vereinbarte Aufnahme der Branchen Wach- und Sicherheitsgewerbe, Entsorgungswirtschaft, Pflegedienste, Großwäschereien, Bergbauspezialdienste und Weiterbildung ins Arbeitnehmerentsendegesetz entscheidet heute der Bundestag. Über die ebenfalls in der Koalition vereinbarte Festsetzung einer Lohnuntergrenze für die Zeitarbeitsbranche über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) fällt heute noch keine Entscheidung. Die konkrete Untergrenze ist noch umstritten. Dennoch soll "ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren zügig auf den Weg gebracht werden."(Quelle: FAZ / Bundestag)
22.01.2009 - Arbeitgeberverbände kritisieren Mindestlohn für Zeitarbeit
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erklärte in einem Statement zum gestern veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung, es sei falsch, in dieser schwierigen Situation einen gesetzlichen Mindestlohn für Zeitarbeit einzuführen. Diese Maßnahme macht Deutschland nicht stärker, sondern belaste Wachstumspotenzial und Beschäftigung.(Quelle: BerlinKontor)
05.01.2009 - Brandenburgs größte Arbeitgeber sind optimistisch für 2009
Als Ergebnis einer Konjunkturumfrage der Zeitung "Märkische Allgemeine" unter den 100 größten Arbeitgebern Brandenburgs stellte sich heraus, dass die Stimmung unter den märkischen Großunternehmen derzeit prächtig ist - und daran wird sich wohl auch in den kommenden sechs Monaten nur wenig ändern wird. Mehr als ein Viertel der Befragten (25,5% ) erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage. Nahezu zwei Drittel (61,7%) der Unternehmen erwartet zumindest keine Veränderung und nur 12,8% geben an, sie rechneten mit einer sich „verschlechternden“ Lage.(Quelle: Märkische Allgemeine)
23.12.2008 - Buchtipp: „Ratgeber Zeitarbeit: Was Arbeitnehmer wissen sollten“
In einer Buch-Neuerscheinung befasst sich die Autorin gezielt mit dem Thema Zeitarbeit aus der Arbeitnehmer-Sicht. Aus dem Verlagstext: "Das Werk erläutert in kompakter Form und besonders verständlich die Rechtslage rund um das Thema Zeitarbeit. Das zugrundeliegende Arbeitsrecht soll gezielt aus dem Blickwinkel dieser Lesergruppe beleuchtet werden. Anschaulich wird dargestellt, wie Arbeitnehmer mit Zweifelsfragen umgehen sollten und vor allem, wem gegenüber sie Rechte geltend machen können. In bewährter Form gibt die Autorin konkrete Beispiele und Formulierungshinweise."(Quelle: Dtv Verlag)
16.10.2008 - Zeitarbeits-Boom droht deutliche Delle
Der Zeitarbeitsmarkt hat in den vergangenen fünf Jahren einen Boom verzeichnet. Damit scheint es angesichts der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise nun vorbei zu sein. Aufgrund der trüben Aussichten für die deutsche Wirtschaft hat die Industrie bereits damit begonnen, die Plätze für Zeitarbeiter zu reduzieren. Von diesem Umstand sind besonders die Kontingente der Personaldienstleister in der Automobil- und der Metallindustrie betroffen, berichtet das Handelsblatt. So hätten etwa Konzerne wie BMW und MAN sowie Zulieferer wie Schaeffler und Knorr-Bremse "mit einem massiven Abbau ihrer Zeitarbeiter begonnen." Während rund 70 Prozent der Leiharbeiter ursprünglich aus der Arbeitslosigkeit kommen, droht diese nun erneut. Die Nachteile des Beschäftigungsverhältnisses stellen dagegen ein geringeres Übel dar.
(Quelle: pte)
26.03.2008 - Handelsblatt-Kommentar: Gefährliche Reregulierung
Die Expansion der Zeitarbeit hat die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte gestärkt und den Druck zu Produktionsverlagerungen vermindert. Profitiert von der Liberalisierung haben die Arbeitslosen. Über die Hälfte aller Zeitkräfte war zuvor arbeitslos, viele waren langzeitarbeitslos. Zeitarbeit hat sich für sie als ein Sprungbrett auf den Arbeitsmarkt erwiesen. Eine Reregulierung wäre ein ökonomischer und sozialer Bumerang.
(Quelle: Handelsblatt)